Mein Auto! Meine Straße! Mein Kiez!

Endlich freie Fahrt im Wrangelkiez! Kinder sollen drinnen bleiben, damit Autos draußen spielen können! Die Autofreunde Friedrichshain-Kreuzberg demonstrieren am 23.3. ab 12 Uhr im Berliner Wrangelkiez für eine Ausweitung des knappen Straßen- und Parkraums. Gehwege sollten deutlich schmaler oder ganz rückgebaut werden. Begrünte Höfe, Grünflächen und einzelne Wohnhäuser müssen in Parkplätze und Parkhäuser umgewandelt werden. Außerdem fordern sie die Aufhebung des Tempolimits in den Städten. Damit Autofahren überhaupt noch Spaß macht! Denn wo schnell gefahren wird, passen alle besser auf, oder?

„Kinder und Omas sind immer im Weg!” findet Stefan von den Autofreunden Friedrichshain-Kreuzberg. „Sie sollten besser der Straße ganz fernbleiben. Ich muss hier mit meinem SUV ungehindert durchfahren können und kann nicht ständig Rücksicht nehmen!” „Dauernd bremsen müssen ist doch Quatsch!” ergänzt Marcel. „Es ist eine Zumutung und Freiheitsberaubung, dass ich nicht so schnell fahren darf, wie ich will und kann! Wozu habe ich 200 PS unter der Motorhaube? Es entstehen außerdem viel mehr Emissionen durch ständiges Bremsen und Beschleunigen!“ Daher demonstrieren wir für „Freie Fahrt im Wrangelkiez!“ ?

Treffpunkt: Samstag, 23. März um 12 Uhr, Schlesische Straße Ecke Heckmannufer.
Wir laufen von dort aus hoch zum Schlesischen Tor auf die Skalitzer Straße und biegen in die Wrangelstraße ein. Dann in die Oppelner Straße und zurück in die Wrangelstraße, wo wir ein bisschen verweilen. Bringt Spielsachen mit!

Ansprechpartner für die Presse im Netzwerk Fahrradfreundliches Friedrichshain-Kreuzberg: Dirk von Schneidemesser, dirk@changing-cities.de

Ansprechpartnerin für Presse bei der Initiative Autofreier Wrangelkiez:
Lara Stjepanovic, lara.stjepanovic@autofreierwrangelkiez.de

Über das Netzwerk Fahrradfreundliches Friedrichshain-Kreuzberg:
Das Netzwerk Fahrradfreundliches Friedrichshain-Kreuzberg (RadXhain) gründete sich im Frühjahr 2018, um den bundesweit erste Radentscheid, der als Teil des Berliner Mobilitätsgesetzes im Juli 2018 verabschiedet wurde, im Bezirk umzusetzen. Die Initiative ist ein Projekt des als gemeinnützig anerkannten Vereins Changing Cities e.V. RadXhain setzt sich für die Gestaltung eines fahrradfreundlichen und lebenswerten Bezirkes ein und versteht sich als kritische Stimme der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung des Mobilitätsgesetzes auf Bezirksebene.

Über die Initiative Autofreier Wrangelkiez:
Die Anwohner*innen-Initiative „Autofreier Wrangelkiez“ hat ein autoarmes Verkehrskonzept entwickelt, das mit der Finanzierung einer Machbarkeitsstudie vom Berliner Senat unterstützt wird.
Der Wirtschaftsverkehr im Wrangelkiez wird in diesem Verkehrskonzept verträglicher gestaltet und der private Autoverkehr verringert. Straßenraum wird gerechter aufgeteilt, was zur Reduktion belastender Faktoren wie Lärm, Luftschadstoffe und Unfallrisiken beiträgt. Sozial verträglichere, klimaschonende Verkehrsarten wie Fuß- und Radverkehr erhalten den meisten Raum. So entstehen Orte für nachbarschaftlichen Begegnungen im Straßenraum und auch sozial Schwächere, Kinder und Senior*innen werden ins Kiezleben integriert. Freiflächen werden begrünt und tragen dadurch zu einem besseren Bioklima bei.

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