Neue Diagonalsperren in Xhain

Letzte Woche wurde eine Diagonalsperre am Samariterplatz in Friedrichshain installiert, um Durchgangsverkehr zu unterbinden.

Gestern folgte die erste von zwei Sperren im Wrangelkiez an der Ecke Wrangelstraße/Falckensteinstraße. Die Kreuzung Wrangelstraße/Cuvrystraße wird folgen.

Die eingesetzten Sperren sind eine reversible und kostengünstige Maßnahme, um den Durchfahrtsverkehr in den verkehrsbelasteten Kiezen zu verringern. Nach einem Jahr wird das Bezirksamt die Sperrungen und ihre Effektivität evaluieren.

https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/aktuelles/bezirksticker/2019/aufstellung-der-diagonalsperren-im-wrangelkiez-838802.php

Wie effektiv dies ist zeigt folgendes Video von @ayranundspeck.

Es ist schön zu sehen, dass kaum Autos fahren, sondern Fußgänger und Radfahrer dominieren.
Deshalb ist dieser erste kleine Schritt ein sehr wichtiger für mehr Flächengerechtigkeit.

Einen Bericht mit Interviews von Anwohnern gibt es in der Berliner Morgenpost.

Nachtrag 22.08.:
Mitlerweile ist auch die zweite Kreuzung umgebaut.

Baustadtrat: „Wir müssen dem Autoverkehr Platz wegnehmen“

In der Berliner Zeitung gibt es einen Bericht wie Baustadtrat Schmidt, Felix Weisbrich (Leiter des Straßen- und Grünflächenamtes) und Olaf Rabe (Leitung des Fachbereichs Straßen) die Verkehrswende im Bezirk angehen wollen.

Für den Umbau der Straßen schafft Friedrichshain-Kreuzberg neue Strukturen. So wurde der bezirkliche Fahrrat in Verkehrswendebeirat umbenannt und befasst sich nun mit konkreten Projekten. Im Bezirksamt, wo bereits zweieinhalb Stellen mit Radverkehrsplaner besetzt sind, sollen ab 2020 fünf weitere „Rad-Ingenieure“ dazu kommen. Olaf Rabe: „Wir wollen vom dritten in den 30. Gang hochschalten.“

Endlich Leitboys auf der TDS

Es war ein langer Kampf den unter anderem unser RadXhain-Mitglied @lenn_rad, @Angelo Rad, Grüne-Xhain und FDP-Xhain ausgefochten haben.
An dieser Stelle DANKE an alle (auch oben nicht genannten) Beteiligten.

Heute morgen wurden die ersten Leitboys installiert, wodurch der Radweg auf der Tamara-Danz-Straße vor Falschparkern gesichtert wird:

Nachtrag 07.08.:
Inzwischen hat auch die Berliner Morgenpost darüber berichtet.

Fahrradweichen-Test in Friedrichshain

Fahrradweichen sind eine gefährliche Art der Verkehrsführung an Straßenkreuzungen. Dort schneiden sich die Wege von Fahrrädern und Autos bereits vor der eigentlichen Kreuzung. Sowohl Autos als auch Radfahrende haben hier eine deutlich höhere Geschwindigkeit als direkt im Kreuzungsbereich.

Geradeaus fahrende Radler*innen werden zwischen zwei Spuren des motorisierten Verkehrs gezwungen. Der Abstand zwischen den Autos und den ungeschützten Rädern ist gefährlich klein. Und bei einem Stau auf der Abbiegespur wird häufig der geradeaus führende Radfahrstreifen blockiert. Dadurch werden Radfahrende zusätzlich behindert und gefährdet.

In Berlin gibt es solche Weichen zum Beispiel an der Mühlenstraße, am Frankfurter Tor und an der Blücherstraße. Leider wird weiterhin diese Art der Verkehrsführung von der Berliner Verkehrsverwaltung weiterhin eingesetzt. Wir fordern eine Ende mit Fahrradweichen und ein umbau bereits existierende Fahrradweichen zu sichere bzw. ‚geschützen‘ Kreuzungsform.

Infoblatt „Was ist eine sichere Kreuzung“ von Changing Cities e.V.: https://www.changing-cities.org/presse/artikel/was-ist-eine-sichere-kreuzung

2-Minutige Erklärvideo zu Fahrradweichen und geschütztem Kreuzungsdesign:

Baustelle auf der Oberbaumbrücke

Seit wenigen Tagen wird eine Baustelle auf der Oberbaumbrücke errichtet, um den Fahrbahnbelag bis November zu erneuern und die derzeit nicht genutzten Straßenbahn-Schienen zu entfernen.
Dabei ergab sich eine Planung, die wir als RadXhain und ChangingCities so nicht hinnehmen konnten: Auf dem Weg von Friedrichshain nach Kreuzberg sollten Radfahrer absteigen. Und das auf einer der meistgenutzten Radrouten Berlins (Richtung Kreuzberg bis zu 200.000 Fahrten im Monat)!
Dies entspricht aber nicht §39 des Mobilitätsgesetzes („Während aller Baumaßnahmen mit Auswirkungen auf das öffentliche Straßenland soll eine sichere Radverkehrsführung sichergestellt werden“).

Auch die Bezirksbürgermeisterin erkannte, dass dies so nicht bleiben kann:

Vor Ort #Oberbaumbrücke #Xhain mit @SenUVKBerlin – diese Verkehrsführungsvariante geht nicht. Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck an einer radfreundlichen Lösung! pic.twitter.com/fJIlCxFN4W— Monika Herrmann (@MonikaHerrmann1) 28. Mai 2019

Deshalb riefen wir zum Sitzstreik auf. Im Vorfeld berichteten darüber die Morgenpost, der Tagesspiegel und neues deutschland.

Deshalb haben wir gestern zu einem Sitzstreik aufgerufen, dem 250 Personen gefolgt sind.
Zur Demo kam dann auch die Verkehrssenatorin Regine Günther. Dies ist nicht selbstverständlich und deshalb an dieser Stelle danke, dass Sie sich der Kritik persönlich gestellt haben.

RadXhain Senatorin Günther Oberbaumbrücke

Als Lösung wurde nun vorgeschlagen, dass Fußgänger nur die Ostseite benutzen dürfen und Radfahrer doch nicht absteigen müssen. Dies ist zwar ein Fortschritt für uns Radfahrer, aber ein Rückschritt für die Fußgänger.
Dazu gibt es hier die Stellungnahme von CC.

Über die Demo und die Reaktion der Politik berichtet unter anderem der rbb.

Autofahrer umsteigen
Autofahrer umsteigen